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PI IN VIA Bayern e.V. Integrationsbeauftragte in der Bahnhofsmission Mnchen 490München. „Was Sie hier leisten, ist beeindruckend“ - bei ihrem ersten Besuch in einer Bahnhofsmission in München lobte MdL Kerstin Schreyer (Bildmitte), Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, die Niedrigschwelligkeit und die Vielfalt des Hilfsangebots.

Krasser könnten die Gegensätze kaum sein. Draußen die glitzernde Einkaufswelt, drinnen der Ort, an dem sich München mit all seiner Not und Armut zeigt: In der Bahnhofsmission treffen sich schon früh am Tag die Menschen, die dem Trubel nicht folgen können. Die krank oder einsam sind, die am Rande der Gesellschaft leben. Die Hunger haben und sich für den Tag stärken wollen. Die jemanden zum Zuhören brauchen oder einfach auf der Durchreise sind.

Auch wenn MdL Kerstin Schreyer, Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, als Sozialpädagogin und Familientherapeutin die Misslichkeiten des Lebens kennt, geht ihr der erste Besuch in der Münchner Bahnhofsmission zum Jahresende doch noch einmal besonders nahe: "Hier kommen so viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Schicksalen und Problemen zusammen", so Schreyer, "das ist eine große Herausforderung und sicher auch belastend für die Helferinnen und Helfer."

Neues aus den bayerischen Bahnhofsmissionen

Newsletter hat spannende Projekte und Aktionen im Blick

Der Newsletter Bahnhofsmission Bayern aktuell ist da. Lesen Sie darin über spannende Projekte und Aktionen in den bayerischen Bahnhofsmissionen und lernen Sie die neuen Gesichter in Bayern kennen.

Besonders hinweisen möchten wir auf das Titel-Thema "Geflüchtete engagieren sich in den bayerischen Bahnhofsmissionen - Ehemalige Hilfesuchende als Helfende“. Die bayerischen Bahnhofsmissionen möchten damit ein Zeichen setzen für Gastfreundschaft und mehr Miteinander und so auch zu Integration und Teilhabe beitragen.

Neue Konzepte gefragt

Immer seltener reicht eine Tasse Tee: In ihrem Gastkommentar in der "Neuen Caritas" plädiert Hedwig Gappa-Langer, Referentin für die katholischen Bahnhofsmissionen bei IN VIA Bayern e.V., angesichts der vielschichtigen Aufgaben nicht nur für eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung der Hilfeeinrichtungen. Gefragt seien generell neue Konzepte, wie hilfsbedürftige Menschen einen würdigen Platz in der Gesellschaft erhalten.

Neues aus den Bahnhofsmissionen

Der Newsletter Bahnhofsmission Bayern aktuell ist da. Lesen Sie darin über spannende Projekte und Aktionen in den bayerischen Bahnhofsmissionen und lernen Sie die neuen Gesichter in Bayern kennen. Besonders hinweisen möchten wir auf das Titel-Thema "Geflüchtete engagieren sich in den bayerischen Bahnhofsmissionen - Ehemalige Hilfesuchende als Helfende“. Die bayerischen Bahnhofsmissionen möchten damit ein Zeichen setzen für Gastfreundschaft und mehr Miteinander und so auch zu Integration und Teilhabe beitragen.

Erster Anlauf, letzter Anker

Nachdenklich stimmen die Jahresergebnisse 2016 aus denn bayerischen Bahnhofsmissionen. Im Freistaat wenden sich zunehmend mehr Menschen mit multiplen sozialen Problemen, psychischen Belastungen sowie Frauen und Männer mit Migrationshintergrund an die Bahnhofsmissionen als erste Anlaufstelle. Immer häufiger ist es für sie aber auch der letzter Anker.

Tag der Bahnhofsmission ein Erfolg

05074643c5Führungen, Livemusik und Mitmach-Aktionen für Groß und Klein: Zum bundesweiten Tag der Bahnhofsmission am Samstag, 22 April 2017, öffneten auch bayerische Hilfeeinrichtungen ihre Türen. „Hoffnung geben, wo Menschen leben“ lautete das Motto des diesjährigen Aktionstages, an dem die Bahnhofsmissionen in München, Augsburg, Nürnberg und Ingolstadt über ihre Arbeit informierten und ein buntes Programm boten. Am 2. Mai schloß sich die Einrichtung in Erlangen an.

Die Veranstaltungen reichten vom Kreativangebot für Kinder und Erwachsene über Infostände und Tombolas bis zur DB-Museumsführung in Nürnberg.

Gefördert wurde der „Tag der Bahnhofsmission“ dieses Jahr von der Deutsche Bahn Stiftung. „Wir freuen uns sehr über die gute Zusammenarbeit, die letztendlich Menschen in schwierigen Lebenslagen und Notsituationen zugute kommt“, so Hedwig Gappa-Langer von der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern.

Wissenswertes rund um die Bahnhofsmissionen

Sie interessieren sich für die Bahnhofsmissionen in Bayern und die Menschen, die dort Hilfe suchen? Dann lesen Sie mehr im neuen Bahnhofsmission Bayern aktuell

Die Themen im Überblick:

Offen für alle und manchmal spürbar an der Grenze

Immer mehr Menschen aus Osteuropa, ohne Arbeit, Geld und festem Dach über dem Kopf wenden sich an die Bahnhofsmissionen um notwendende Hilfe - eine Herausforderung für die Mitarbeitenden.

Den Unsichtbaren einen Platz geben

Die Wanderbank der bayerischen Bahnhofsmissionen und die gleichnamige Ausstellung, sind weiter auf Tour. Zudem haben Bahnhofsmissionen eigene Bank-Ideen entwickelt.

Sicherheit geht vor

Ein Erfahrungsaustausch zu Themen rund um die Sicherheit in den Bahnhofsmissionen und an den Bahnhöfen brachte viele Ideen und Praxisbeispiele.

Begegnen, tagen, feiern

Die bayerischen Bahnhofsmissionen berichten.

Die Unsichtbaren sichtbar machen

Ausstellung im Sozialministerium

BM StMAS Wanderbank

München, Juni 2016. Reisende und Ratlose, Gutbetuchte und Gescheiterte, Neugierige und Nichtsesshafte – sie alle haben die Wanderbank der bayerischen Bahnhofsmissionen auf ihrer Tour durch den Freistaat schon „besessen“. Jetzt steht die schlichte Holzbank im Foyer des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration in der Münchner Winzererstraße und lädt auch hier dazu ein, Platz zu nehmen – um zu sehen und zu hören, was andere zu erzählen haben. Staatssekretär Johannes Hintersberger folgte bereits der Einladung und würdigte bei dieser Gelegenheit die Arbeit der Bahnhofsmissionen.

„Geschichten und Bilder von der Wanderbank der Bayerischen Bahnhofsmissionen“ heißt die Ausstellung, die bis zum 12. Juli im Sozialministerium Station macht. Sie zeigt „Momentaufnahmen vom sozialen Hotspot Bahnhofsmission“, so Ministerialdirigent Burkhard Rappl bei der Eröffnung. Auf zahlreichen Fotos und in Audioaufnahmen werden die Menschen in den Mittelpunkt gerückt, die sonst kaum wahrgenommen werden, weil sie am Rande der Gesellschaft stehen. Ihnen gibt die Ausstellung ein Gesicht und ihren Geschichten ein Forum.

Mithilfe eines virtuellen Daumenkinos werden beispielsweise Erzählungen zum Leben erweckt, die eine Geschichtensammlerin notierte. In der Tradition der fast schon vergessenen Kunstform kommt auch dieses Daumenkino ohne Special Effects aus - dank eindringlicher Bilder und unterlegt mit Originalkommentaren der Menschen auf der Bank. (Text und Foto: Annette Bieber)

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Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen gefördert.