Interview Ort gelebter Nächstenliebe
Interview mit Thomas Huber, MBA, Mitglied des Bayerischen Landtags, Stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie.
1. Was schätzen Sie an den Bahnhofsmissionen in Bayern?Ich schätze die Bahnhofsmissionen als verlässliche Orte gelebter Nächstenliebe mitten im Alltag. Sie sind Anlaufstelle für Reisende, Menschen in Not und sozial Schwächere, denen sie unkompliziert, menschlich und nahbar helfen. Gerade diese unmittelbare Hilfe am Bahnhof macht ihren besonderen Wert für Bayern aus. Sie zeigen jeden Tag, wie wichtig Mitmenschlichkeit, Aufmerksamkeit und praktische Unterstützung im öffentlichen Raum sind.
2. Wie sieht die Unterstützung der Politik für das Ehrenamt aus?Ehrenamt braucht gute Rahmenbedingungen und verlässliche Strukturen. Deshalb setze ich mich für eine stabile Förderung der Bahnhofsmissionen ein. Besonders wichtig ist mir dabei die Ehrenamtskoordination vor Ort. So sollen Haupt- und Ehrenamt gut zusammenwirken und die Hilfe dort ankommen, wo sie gebraucht wird. Politik kann Ehrenamt nicht ersetzen, aber sie kann dazu beitragen, dass Engagement gut organisiert, begleitet und dauerhaft möglich bleibt.
3. Was wünschen Sie sich für die Bahnhofsmissionen?Ich wünsche den Bahnhofsmissionen weiterhin starke Teams, viele engagierte Ehrenamtliche und die Anerkennung, die ihre Arbeit verdient. Ziel ist eine stabile Grundlage, damit die wichtige Hilfe an den zwölf bayerischen Standorten dauerhaft, professionell und nah bei den Menschen geleistet werden kann.
