Über eine MillionHilfeleistungen
Seit Jahren steigt die Zahl der Hilfesuchenden bei den Bayerischen Bahnhofsmissionen an.
Mit 620.000 Kontakten und über einer Million Hilfeleistungen waren es etwa 10 Prozent mehr als im Jahr 2025. Die Bahnhofsmission in München war mit 330.000 Kontakten die am häufigsten besuchte Anlaufstelle im Freistaat.
Die Zahlen zeigen auch, dass der Unterstützungsbedarf komplexer wird. Viele Gäste sind mehrfach belastet durch Armut, Krankheit und sozialer Isolation. Menschen mit psychischen Auffälligkeiten machen rund 23 Prozent aus, vier Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der körperlich Erkrankten hat in einzelnen Bahnhofsmissionen deutlich zugenommen, etwa um 50 Prozent in Würzburg.
Ein Großteil der Hilfe der täglichen Arbeit wird von Ehrenamtlichen getragen. Sie leisten schnelle Hilfe, hören zu, stabilisieren in Krisen und vermitteln in weiterführende Angebote und unterstützen Reisende am Bahnsteig. Zugleich verändert sich das Ehrenamt: Viele Menschen wollen sich kürzer, flexibler oder projektbezogen engagieren. „Gerade angesichts der Herausforderungen ist es wichtig, Ehrenamtliche in verlässlichen Strukturen zu begleiten“, sagt Referentin Michelle Agler.
