„Hab Mut, steh auf“ –ein Leitwort wie gemacht für die Bahnhofsmission
Würzburg. „Hab Mut, steh auf!“ – das Leitwort des Deutschen Katholikentags 2026 in Würzburg hätte kaum besser zur Arbeit der Bahnhofsmission passen können.
Denn genau darum geht es hier jeden Tag: Menschen Mut zu machen, ihnen beizustehen und dabei zu helfen, wieder aufzustehen – ganz gleich, mit welcher Geschichte sie kommen.
Als Würzburg Mitte Mai zum Treffpunkt für zigtausende Katholik:innen wurde, war die Bahnhofsmission mittendrin. Mehr als 400 Stunden waren haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende direkt am Bahnhof im Einsatz – unterstützt von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bahnhofsmissionen. In ihren blauen Westen begrüßten sie Ankommende, gaben Orientierung, halfen in Notlagen und hatten vor allem eines: ein offenes Ohr.
Wie wichtig die Bahnhofsmission als Ort der Begegnung und Teilhabe, aber auch des politischen und kirchlichen Diskurses ist, zeigte sich im offiziellen Programm des Katholikentags. Bei einer Podiumsdiskussion zur Frage „Wem gehört der öffentliche Raum?“ wurden Ideen ausgetauscht, wie Innenstädte den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken können.
Bischof Franz Jung präsentierte zusammen mit Michael Lindner-Jung und Johanna Anken das Buch mit dem Titel des Katholikentags.Beim Stadtrundgang „Bahnhofsgeschichten vom Ankommen, Bleiben und Weitergehen“ wurde deutlich: Der Bahnhof ist weit mehr als ein Ort des Reisens. Hier begegnen sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, Hoffnungen und Sorgen. Die Bahnhofsmission ist dabei oft der Ort, an dem Menschen wieder Halt finden. Der gemeinsame Besuch von Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa und Bischof Franz Jung unterstrichen einmal mehr die Bedeutung der Hilfeeinrichtung.
Passend zum Leitwort des Katholikentags erschien außerdem das Buch „Hab Mut, steh auf!“, herausgegeben vom Würzburger Bischof, selbst Ehrenamtlicher in der Bahnhofsmission. Darin erzählen Menschen von Krisen, Neuanfängen und der Kraft, weiterzugehen. Mitgewirkt haben auch Johanna Anken und Michael Lindner-Jung von der Bahnhofsmission. Ihre Beiträge handeln von Menschen, die oft übersehen werden – und davon, wie wichtig es ist, dass jemand an sie glaubt.
Annette Bieber
