Arbeiten und Streiten für den Zusammenhalt in der Gesellschaft

IN VIA Bayern Mitgliederversammlung 2026 kleinAugsburg. Über eine Vielzahl von Projekten und Tätigkeitsfeldern berichtete die geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von IN VIA Bayern e.V., Rita Schulz, bei der Mitgliederversammlung des Mädchen- und Frauensozialverbandes am Freitag, 25. September, in Augsburg. Großen Zulauf haben seit vielen Jahren die Migrationskurse, die an den Standorten Regensburg, Würzburg, Nürnberg, Ingolstadt und Augsburg angeboten werden. Sehr erfolgreich laufen auch die Fachtage zum Thema „FGM – Weibliche Genitalbeschneidung“, in denen Fachkräfte in Gesundheitsberufen und im sozialen Bereich für dieses Tabu-Thema sensibilisiert werden.

Großen Erfolg konnte der Vorstand auch bei der Förderung der Bahnhofsmissionsarbeit berichten. Erstmals wird es im Doppelhaushalt 2026/27 der Bayerischen Staatsregierung Richtlinien für die Finanzierung der Arbeit der Bahnhofsmissionen in Bayern geben. Die Kehrseite sei allerdings, dass die Förderung auf Landesebene, die bisher die Koordinierung, Fortbildung und Vernetzung der zwölf Bahnhofsmissionen ermöglicht hat, mit einer deutlichen Kürzung der Zuschüsse rechnen muss, so Schulz. In der der Mitgliederversammlung vorausgehenden Klausurtagung beschäftigten sich die Vertreterinnen der Mitgliedsverbände deshalb auch damit, wie die Arbeit auf Landesebene in Zukunft gestaltet werden kann.

Einig waren sich die Delegierten auch darin, dass sie sich in Zukunft noch stärker für den Zusammenhalt in der Gesellschaft engagieren und demokratiestärkende Projekte durchführen wollen. Den thematischen Input dazu gab im Anschluss an die Mitgliederversammlung Dr. Christian Boeser von der Universität Augsburg mit seinem Vortrag „Streiten für Zusammenhalt? Warum das nötig ist und wie es geht.“ Er erläuterte, wie unsere Gesellschaft wieder zu einer guten Streitkultur kommen kann und warum dies für den Zusammenhalt der Gesellschaft notwendig ist. (ua)