Prägend für die Bahnhofsmissionen
München. 22 Jahre Engagement, Ideen und Herzblut für die Bahnhofsmissionen in Bayern: Hedwig Gappa-Langer, Referentin bei IN VIA Bayern, geht in den Ruhestand. Ihr Einsatz auf Landesebene hat die Arbeit im Freistaat nachhaltig geprägt. Ihre Verabschiedung war begleitet von viel Dankbarkeit, der Caritas-Dankmedaille und einem besonderen Rückblick auf ihr Wirken. Lesen Sie hier mehr.
Ob bei Förderstrukturen, in der Netzwerkarbeit oder in öffentlichkeitswirksamen Projekten: Gappa-Langer stärkte die Bahnhofsmission deutlich – fachlich fundiert, mit Weitblick und menschlicher Nähe. Sichtbar wurde dies auch in kreativen Initiativen und Ausstellungen. Projekte wie „Das Leben ist eine Kunst“ oder die Wanderbank rückten die Gäste in den Mittelpunkt und machten die Bahnhofsmission einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Als Referentin bei IN VIA Bayern gestaltete sie die Arbeit auf Landesebene entscheidend mit. Sie vertrat den Verband in der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen im Freistaat.
„Hedwig Gappa-Langer hat die Bahnhofsmissionen in Bayern nachhaltig weiterentwickelt“, sagt Rita Schulz, Vorständin von IN VIA Bayern. „Ihr Engagement, ihre Expertise und ihre Zugewandtheit haben bleibende Spuren hinterlassen.“
Auch im Bundesverband Bahnhofsmission Deutschland e. V. brachte sie ihre Erfahrung ein und vertrat die Interessen der bayerischen Stationen. Bei ihrer Verabschiedung in München wurde sie unter anderem mit der Dankmedaille des Deutschen Caritasverbandes ausgezeichnet.
Die große Anerkennung zeigt sich auch in den Rückmeldungen aus den Einrichtungen. So betonte Anita Dorsch von der Bahnhofsmission Nürnberg im Vorfeld der Veranstaltung: „Ohne die Unterstützung der Landesebene – gerade bei Finanzierungsmöglichkeiten – wären wir heute nicht da, wo wir sind.“
Beim Abschiedsfest wurde das vielfältige Wirken von Hedwig Gappa-Langer noch einmal sichtbar. Beiträge aus den Bahnhofsmissionen sowie die Übergabe des Buches „Das kleine Hedwig-Lexikon“ würdigten ihre Arbeit in besonderer Weise. Gappa-Langer zeigte sich sichtlich bewegt und bedankte sich für die vielen persönlichen Worte: „Ich bin überwältigt von so viel Wertschätzung – und dankbar für all die Menschen, mit denen ich diese Arbeit gestalten durfte“, so Gappa-Langer.
Mit Michelle Agler und Natalie Helmö übernehmen künftig zwei neue Referentinnen die Aufgaben auf Landesebene bei IN VIA Bayern. Ihr Pendant bei der Diakonie Bayern bleibt Harald Keiser.
Für die Zukunft formuliert Gappa-Langer einen klaren Wunsch: „Dass das niedrigschwellige Angebot der Bahnhofsmissionen angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen als Anker für die Menschen langfristig verlässlich abgesichert wird – ebenso wie ihre bayernweite Unterstützung durch die Landesebene.“
Immer mehr Menschen suchen Hilfe in den zwölf bayerischen Bahnhofsmissionen, häufig in belastenden Lebenssituationen. 2025 verzeichneten die Einrichtungen erneut einen Anstieg: über 1.000.000 Hilfeleistungen bei rund 620.000 Kontakten – etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
