Neue Leitung der Bahnhofsmission Schweinfurt

BM Schweinfurt Wechsel Leitung Bahnhofsmission SW kleinSchweinfurt. Zum 1. Januar 2026 hat es an der Spitze der Bahnhofsmission Schweinfurt einen Wechsel gegeben: Christin Gisder übernimmt die Verantwortung für die Einrichtung. Sie folgt auf Susanne Brand, die 15 Jahre lang in der ökumenischen Bahnhofsmission tätig war, davon die vergangenen fünf Jahre in leitender Funktion.

In dieser Zeit prägte Susanne Brand die Arbeit der Einrichtung maßgeblich. Sie baute bewährte Angebote wie die „Beauty Days“ weiter aus und setzte mit neuen Formaten, etwa den Bahnsteig-Konzerten, u.a. mit der Band „Rock the Nations“, wichtige Impulse für eine offene und einladende Bahnhofsmission. Vor allem aber hatte sie stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Gäste – viele von ihnen kommen nicht nur für eine Tasse Tee, sondern vor allem für ein freundliches Wort, Orientierung oder einen Rat.
Auch künftig bleibt Susanne Brand der Bahnhofsmission verbunden und engagiert sich als sogenannte Mutmacherin. „Wir sind sehr glücklich, dass Susanne Brand der Bahnhofsmission in dieser wichtigen Rolle erhalten bleibt“, betont Martina Fallmann, Vorständin von IN VIA Würzburg. Als Mutmacherin unterstützt Brand vor allem psychisch belastete Menschen, deren Situation sich durch die Krisen der vergangenen Jahre noch einmal verschärft hat.

Ihre Nachfolgerin Christin Gisder hat Erfahrung in vergleichbaren Arbeitsfeldern gesammelt und möchte diese nun in die Arbeit der Bahnhofsmission Schweinfurt einbringen. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher, auch jüngerer Menschen. Interessierte erwartet ein vielseitiges und sinnstiftendes Engagement – von der Reisehilfe am Bahnsteig bis zur Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenslagen. „Ehrenamtliche sind das Rückgrat unserer Arbeit“, so Gisder: „Die Bahnhofsmission ist ein Ort, an dem Menschen ohne Voraussetzungen ankommen dürfen – zur Ruhe kommen, gesehen werden und Unterstützung erfahren.“ Gerade in Zeiten wachsender Einsamkeit und Armut seien diese niedrigschwelligen Angebote wichtiger denn je.

Einen weiteren Schwerpunkt legt sie auf die Wiederbelebung eines bewährten Angebots: Das Frauencafé, das künftig unter dem Namen „Ellens Treff“ stattfinden wird. Ziel ist es, insbesondere einsamen Frauen einen geschützten Raum zu bieten, in dem Gemeinschaft und Austausch möglich sind.
In den vergangenen Monaten musste das Angebot aufgrund begrenzter Räumlichkeiten und personeller Engpässe reduziert werden. Die Mitarbeitenden bieten dennoch weiterhin niedrigschwellige Hilfe an – etwa mit einem Getränk, einem Brot zur Stärkung, Kleidung sowie Gesprächs- und Beratungsangeboten. Dazu gehört auch Unterstützung im zunehmend digitalen und bürokratischen Alltag, etwa beim Ausfüllen von Anträgen. „Viele unserer Gäste haben keinen Zugang zu digitalen Geräten oder fühlen sich von Formularen und Abläufen überfordert. Hier helfen wir weiter“, so Gisder.

Die Qualität der Arbeit wird durch regelmäßige Supervisionen, Teamsitzungen und Fortbildungen gesichert. Die Bahnhofsmission Schweinfurt freut sich über Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, sowie über neue Kooperationen.
Spenden sind jederzeit willkommen; bei Kleider- und Sachspenden wird um vorherige Kontaktaufnahme gebeten.

Weitere Informationen zur Arbeit der Bahnhofsmission und zum Ehrenamt gibt es telefonisch unter (09721) 85950 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

(Text: Annette Bieber / IN VIA Würzburg)